Sonstiges

47: Transportieren von Turnierchips

Kein Spieler darf Turnierchips so halten oder transportieren, dass sie nicht sichtbar sind. Ein Spieler der dies tut, verliert diese Chips und kann sogar vom Turnier disqualifiziert werden. Die einge­zogenen Chips werden aus dem Turnier genommen.

48: Unabsichtlich eingezogene Hände / Tote Hände

Der Spieler muss seine Hand zu jeder Zeit selbst schützen. Zieht der Dealer eine Hand unabsichtlich ein oder erklärt sie für tot, hat der Spieler weder das Recht die Hand noch die bereits gesetzten Chips zurückzuerhalten. Nur wenn der Spieler eine Bet oder ein Raise getätigt hat, dass noch nicht gecallt wurde, erhält er den nicht gecallten Betrag an Chips zurück.

49:Tote Hand in Stud-Varianten

Die Hand eines Spielers, der seine Up Card (die Karte(n) die offen auf dem Tisch lieg(t)en aufnimmt während er auf eine Aktion reagieren muss, wird ungültig.

Etikette und Strafen

50: Strafen und Disqualifikation

Ein Strafe kann ausgesprochen werden, wenn ein Spieler seine Karten zeigt während die Hand noch nicht abgeschlossen ist, seine Karten vom Tisch wirft, die one-player-to-a-hand Regel verletzt oder sich vergleichbare Vorfälle ereignen. Strafen sind zu verhängen bei Softplay, Betrug, ungehörigem Benehmen und Beschimpfungen. Dem Turnierdirektor stehen dafür unter anderem die folgenden Strafmaßnahmen zur Verfügung: Mündliche Verwarnung, Aussprechen von „missed hand“-Strafen, und Disqualifikation.  Außer bei der „Eine-Hand-Strafe“ werden „missed-hand-Strafen“ wie folgt berechnet: Der Bestrafte verpasst eine Hand für jeden Spieler am Tisch (inklusive ihm selbst) multipliziert mit den Runden, die in der Strafe ausgesprochen wurden. Während der Strafe hat der Bestrafte den Tisch zu verlassen, es wird ihm aber eine Hand ausgeteilt.

Die Turnierleitung kann eine 1-Hand-Strafe, 1-,2-,3-,4-Runden Strafen oder die Disqualifikation aussprechen. Die Chips eines disqualifizieren Spielers werden eingezogen.  Wiederholungen werden durch steigende Strafmaßnahmen eskaliert.  

51: Keine Offenlegung von Informationen

Die Spieler sind verpflichtet die Integrität des Turniers und der anderen Spieler jederzeit zu wahren. Aus diesem Grund dürfen Spieler, ob sie in der aktiven Hand sind oder auch nicht, zu keiner Zeit:

  1. )Informationen über gefoldete oder noch spielende Karten preisgeben,
  2. )Das laufende Spiel beurteilen oder kritisieren,
  3. )Versuchen eine Hand die noch nicht aufgedeckt ist offen zu beurteilen.

Die „One-player-to-a-hand-Regel“ ist einzuhalten.

52: Öffnen der Karten

Ein Spieler der seine Karten zeigt bevor alle Aktionen der laufenden Hand abgeschlossen sind, kann eine Strafe erhalten. Seine aktuelle Hand ist jedoch nicht tot. Die Strafe beginnt erst mit dem Ende der laufenden Hand.

53: Ethischen Benehmen

Poker ist ein Individualspiel. Softplay, das Schonen von bestimmten anderen Spielern, zieht Strafen nach sich, die den Verlust von Chips bis hin zur Disqualifikation sein können. Chip Dumping und anderen Formen von Zusammenarbeit hat immer die Disqualifikation zur Folge.

54: Verstoß gegen die Poker-Etiquette

Wiederholte Verstöße gegen die Poker-Etiquette werden bestraft. Dazu gehören unter anderem das unnötige Berühren von Chips oder Karten anderer Spieler, Spielverzögerung, das wiederholte Agieren außer der Reihenfolge oder überlautes Gerede.